"Stillstand irritiert uns" Interview Süddeutsche Magazin


"Unruhe – As soon as possible? Ohne mich!"

Deutschlandfunk


Metaphorologie

Angeregt vor allem durch die Arbeiten Hans Blumenbergs, hat sich die Philosophie in jüngerer Zeit auf die strukturierende Funktion von Metaphern für das Denken und Wissen besonnen. Metaphern improvisieren Verständigungsgrundlagen, die es ohne sie nicht gäbe, zwischen den einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen, aber auch innerhalb der Fächer selbst und über die Zeiten hinweg. Es liegt in dieser Vermittlungsfunktion begründet, daß die Metaphern des Wissens transponiert und in vielfältiger Weise fortgesponnen werden können. Die Summe dieser Anpassungen, Veränderungen und Umprägungen bildet die materiale Grundlage ihrer Geschichte.

Das herausragende Ergebnis dieses Arbeitsschwerpunktes ist das WPM.

Wörterbuch der philosophischen Metaphern, 3., erweiterte Auflage

Das Wörterbuch ist erschienen bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft in Darmstadt. In enger Zusammenarbeit mit 40 fachlich ausgewiesenen Autoren und Autorinnen – Philosophen vor allem, aber auch Vertretern anderer Fächer – ist ein Nachschlagewerk entstanden, das in dieser Form ohne Beispiel ist. Exemplarisch erläutert und kommentiert das Wörterbuch der philosophischen Metaphern die Funktion von Sprachbildern in der Geschichte und Systematik des Denkens. Im Februar 2011 ist die dritte, erweiterte Auflage erschienen: Sie ist vollständig überarbeitet und enthält neben dem Vorwort zur dritten Auflage ein erweitertes Metaphernverzeichnis, ein Namenverzeichnis sowie eine Auswahlbibliographie  zur philosophischen Metaphernforschung.

Ausgewählte Veröffentlichungen:

►eBook: (Hg.) Wörterbuch der philosophischen Metaphern. (Version 2013)

►Welterzeugung durch Kulturmetaphern. In: Soziale Systeme. Zeitschrift für soziologische Theorie. Jg. 18, Heft 1+2 (2012) S. 346-359 [erschienen 2013].

►Metaphor, Image and Hypotyposis. In: Metaphors in Modern and Contemporary Philosophy. Hg. v. Arthur Cools, Walter Van Herck, Koenraad Verrycken. Ins Englische übertragen von Koenraad Verrycken. Brüssel (University Press Antwerpen) 2013, S. 19-35.

►Klugheit der Praxis. Metaphernforschung zwischen Wissenschaftsgeschichte und Kulturphilosophie. In: Zeitschrift für Kulturphilosophie 4 (2010) Heft 1, S. 156-160 [Sammelrezension zur Theorie der Metapher].

►Metapher. In: Archiv für Begriffsgeschichte. Sonderheft: Schlüsselbegriffe der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Hg. v. Christian Bermes und Ulrich Dierse. Hamburg 2010, S. 267-278.

►Metapher.In:Enzyklopädie Philosophie in drei Bänden. Hg. v. Hans Jörg Sandkühler.  Hamburg  2010, CD-ROM-Version, Kap.-Nr. 511/22063, S. 1-6.

►(Hg.) Wörterbuch der philosophischen Metaphern.Darmstadt 2007, 2. Aufl. 2008, 3., erweiterte Auflage 2011, Studienbuch 2014
[Die Neuauflage ist vollständig überarbeitet und enthält neben dem Vorwort zur dritten Auflage ein erweitertes Metaphernverzeichnis, ein Namenverzeichnis sowie eine Auswahlbibliographie.]

►Implikationen der nackten Wahrheit. In: Scholion, Bulletin 5 (2008), S. 21-55.

►Umweg und Methode. Metaphorische Profile frühneuzeitlicher Subjektivität. In: Vernunft und Freiheit in der Kultur Europas. Ursprünge, Wandel, Herausforderungen. Hg. von Ralf Elm. Freiburg i. Br. 2006, S. 219-244.

►Figuratives Wissen. Zur Konzeption des Wörterbuchs der philosophischen Metaphern.In: Neue Rundschau 116 (2005) Heft 2, S. 19-35.

►Montaigne – Descartes – Montaigne. Diskrepanzen zwischen Lebensform und Denkform in der frühen Neuzeit.In: Denkformen – Lebensformen. Tagung des Engeren Kreises der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland. Hildesheim 3.-6. Oktober 2000. Hildesheim, Zürich, New York 2003, S. 115-134.

Nominiert für den Tractatus-Preis 2017 Philosophicum Lech
Buchcover: Die Unruhe der Welt

             Platz 1 der
      Sachbuch-Bestenliste
 von SZ, Buchjournal und NDR
               Juli 2015

bereits in fünfter Auflage